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Einbau von Dachflächenfenstern

Die Dachdeckerei Edier GmbH ist Ihr Meisterbetrieb im Großraum Plön und Kiel

Bringen Sie mehr Licht, Luft und Wohnqualität in Ihren Dachboden. Hersteller wie VELUX haben für jede Idee die passende Lösung. Velux-Fenster mit manueller oder automatischer Öffnung, zum Klappen oder Schwingen, in Holz oder pflegeleichten Kunststoff: Die Varianten für Dachflächenfenster sind sehr vielseitig.

Gerne beraten wir Sie, welches VELUX-Fenster für Ihr Vorhaben geeignet ist, denn zu beachten gibt es viele Aspekte.

Eine gute Planung beinhaltet:

  1. Lichtflächenplanung
    Wie viel Licht wird benötigt? Denn Dachfenster ermöglichen einen bis zu 3-mal größeren Tageslichteinfall als vertikale Fenster
  2. Funktion des VELUX-Fensters
    Wir erklären Ihnen die unterschiedlichen Funktionen eines VELUX-Fensters und können Ihnen sagen, ob ein Schwingfenster mit Oberbedienung, ein Klapp-Schwing-Fenster mit Unterbedienung oder auch ein VELUX INTERA®​ Elektro- und Solarfenster die beste Lösung für Ihr Dach ist.
  3. Material des Dachflächenfensters
    Bei einem VELUX-Fenster haben Sie die Wahl zwischen den Materialien Kunststoff, weiß lackierten Holz sowie klar lackierten Kiefernholz.  So ist z.B. für Räume mit hoher Luftfreuchtigkeit ein VELUX-Fenster aus Kunststoff besser geeignet als eines aus Holz.
  4. Verglasung des VELUX-Fensters
    Der Hersteller VELUX bietet unterschiedliche Varianten: Thermo, Thermo Plus, Energie, Energie Plus, Energie Schallschutz, Einbruchschutz und Passivhaus.
  5. Sonnenschutz und Rollladen für Ihr Dachflächenfenster
    Mit den passenden Zubehör wird Ihr Wohnraum unter dem Dach perfekt: Zur Auswahl stehen Rollläden, Hitzeschutz-Markisen, Verdunkelungs-Rollos, Jalousien, Sichtschutzrollos, Plissees, Wabenplissees und Insektenschutzrollos.

Sie wünschen noch weitere Informationen zu einer optimalen Dachflächenfenster-Lösung?

Hierzu haben wir einen sehr schönen Artikel vom Hersteller VELUX gefunden, den wir Ihnen nicht vorenthalten möchten.
Wenn Sie sich letztendlich entschieden haben, Ihren Dachboden zu neuem Licht zu erwecken, freuen wir uns sehr über Ihre Anfrage.

VELUX-Fenster

Bildquelle: VELUX Deutschland GmbH

Kann Licht „richtig“ oder „falsch“ sein?

von Astrid Unger, VELUX Deutschland GmbH

Für Le Corbusier hatte das Tageslicht eine fundamentale Bedeutung in der Architektur. In seinen architektonischen Schriften „Vers une Architecture“ bringt er diese auf einen Nenner. Indem er Architektur als „kluges, korrektes und herrliches Spiel vereinter Körper im Licht“ bezeichnet, verdeutlicht er den unmittelbaren Zusammenhang von Formgebung und Lichteinfall. Diese Erkenntnis beruht nicht allein auf der Intuition des Genies, sondern basierte auch bei Le Corbusier auf einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema.

Die erneute Renaissance des Tageslichts in der Architektur beruht wesentlich auf zwei Aspekten:

  • physiologische / psychologische Einflüsse auf den Menschen und
  • ökonomische Auswirkungen durch energetische Implikationen wie Beleuchtung, Kühlung und Heizung.

Erste Studien verbinden beide Aspekte und befassen sich mit dem wissenschaftlich quantifizierbaren Einfluss von (Tages-) Licht auf die Produktivität des Menschen. Daraus ergeben sich für den Architekten und Planer folgende Fragen:

1.     Wie wirkt Tageslicht auf den Menschen?

2.     Welchen Einfluss hat dies auf die Planung?

3.     Was folgt daraus für die Wirtschaftlichkeit von Gebäuden?

Gesundes Licht

Licht ist Voraussetzung für das menschliche Leben. Auch die Orientierung würde uns ohne Licht ungleich schwerer fallen. Von Anfang an spielte die Belichtung und Beleuchtung für die Wahrnehmung der bebauten Umwelt eine entscheidende Rolle. Licht ist für Wohnen und Arbeiten aber auch für die kulturelle Selbstdarstellung des Menschen relevant. Von der Ästhetik bis hin zur Funktion – wie etwa in der sakralen Architektur – hat die Qualität des Lichts, seines Einfalls sowie die Farb- und Raumwirkung eine zentrale Bedeutung in der Architektur.

Dabei führt die Nutzung des Sonnenlichts als natürliche Lichtquelle weit über ästhetische Gesichtspunkte hinaus. Nur zum Teil beruht die Wirkung von Tageslicht auf Vorgängen, die mit dem bewussten Sehen zu tun haben. Auch die nicht sichtbaren Wellenlängen des Lichts wie UV- oder Infrarotstrahlung werden über das Auge wahrgenommen und beeinflussen z. B. die Produktion von Vitamin D. Lichtrezeptoren empfangen nicht sichtbare Anteile der Sonnenstrahlung und steuern den Tag- / Nachtrhythmus. So justiert sich die innere Uhr des Menschen auf rund 24 Stunden. In Studien konnten bei Probanden ohne dauerhaften Bezug zum Tageslicht dagegen Zyklen von bis zu 33 Stunden festgestellt werden.

Auch wenn die Wirkung des Lichts auf den menschlichen Organismus noch nicht abschließend erforscht ist: Überlieferte und aktuelle Erkenntnisse unterstreichen die Bedeutung des natürlichen Lichts für den Menschen und sein Wohlergehen. Möglichst „richtiges“ Tageslicht ökonomisch sinnvoll einzuplanen ist daher eine zentrale Anforderung an Architektur. Wesentlich ist die Dosierung, denn auch zu viel des Guten kann schaden.

„Falsches“ Licht macht krank

Als tagaktives Wesen hat sich der Mensch entwicklungsgeschichtlich an Beleuchtungsstärken zwischen 5.000 Lux im Winter und rund 100.000 Lux an sonnigen Tagen im Sommer gewöhnt. Heute verbringen Menschen in Industrienationen einen Großteil ihrer Zeit, selbst ihrer Freizeit, in geschlossenen Räumen. Wer dauerhaft bei dieser – evolutionsgeschichtlich gesehenen – chrono-biologischen Finsternis spielen, lernen, leben und arbeiten muss, ist vom Sick-Building-Syndrom bedroht. Die Betroffenen fühlen sich häufig matt, haben Kopfschmerzen oder werden schnell unkonzentriert. Solches Unwohlsein über einen langen Zeitraum hinweg beeinträchtigt die Vitalität und Lebensqualität und kann zur Schwächung des Immunsystems bis hin zur langfristigen Beeinflussung bestimmter Krebserkrankungen führen.

Mit gezielter Lichttherapie wiederum lässt sich die Winterdepression (SAD Seasonal Affective Disorder) behandeln. Ursprünglich den nordischen Ländern zugerechnet, geht man inzwischen davon aus, dass in den Industrieländern Mittel- und Nordeuropas bis zu 25 Prozent der Bevölkerung unter dieser Erkrankung infolge von Lichtmangel leiden. In skandinavischen Ländern beispielsweise hat sich daraus eine besondere Sensibilität im Umgang mit der natürlichen Ressource Tageslicht entwickelt, die in der Praxis direkt die Gestalt von Gebäuden beeinflusst.

Noch nicht bis ins letzte erforscht sind die Auswirkungen des Lichts auf das zirkadiane System des Menschen. So stört etwa eine schwache künstliche Beleuchtung den Wach-Schlaf-Rhythmus, einen der offensichtlichsten zirkadianen Rhythmen. Dieser wird durch die Ausschüttung von Melatonin abends und Seratonin morgens gesteuert. Die Produktion dieser Botenstoffe ist direkt abhängig von der Beleuchtungsstärke, die das menschliche Auge auffängt.

Viele Menschen empfangen während der Arbeit und in der Freizeit nur einen Bruchteil der Lichtstrahlung, die im natürlichen Lebensraum üblich wäre. Für sie herrscht sozusagen dauerhaft „Nacht“, was ihre Kondition und Produktivität beeinträchtigt. Eine paradoxe Umkehrung ist zu beobachten, wenn Menschen bei strahlendem Sonnenschein in abgedunkelten Räumen sitzen und Kunstlicht nutzen. Hier kehrt sich die ursprüngliche Idee der Transparenz zum Nachteil der Nutzer ins Gegenteil und verhindert den Ausblick nach draußen.

Fenster für Licht und Außenbezug

Aufenthaltsräume für das Wohnen, Schlafen oder Arbeiten sollten, um dem natürlichen Biorhythmus folgen zu können, entsprechend des Tageslichteinfalls ausgerichtet sein. Die Mindestbelichtung ist gewährleistet, wenn die Vorschriften der Landesbauordnungen bezüglich der so genannten „notwendigen Fenster“ eingehalten werden. Diese Vorgaben berücksichtigen in der Regel keine Hindernisse wie Bäume oder Nachbarbebauung, welche die Lichtverhältnisse beeinflussen. Ebenso wenig fließen Erkenntnisse zu unterschiedlichen Lichtmengen verschiedener Fenstersysteme ein. Die Anwendung der DIN 5034 „Tageslicht in Innenräumen“ (s. u.) ist ein Schritt in die richtige Richtung, die Wünsche zukünftiger Bewohner nach mehr Licht zu erfüllen.

Licht – Argument für die Wohnungswirtschaft

In Immobilienanzeigen ist häufig „Licht durchflutet“ oder „hell und freundlich“ zu lesen. Wohnraum mit weiten Öffnungen, mit Balkonen zur Sonnenseite oder hohen französischen Fenstern ist demnach auf dem Immobilienmarkt begehrt. Beliebt ist auch das so genannte „Durchwohnen“. Hier ermöglichen Grundrisse mit Öffnungen nach mindestens zwei Seiten einen Lichteinfall, der den Verlauf der Sonne über den gesamten Tagesablauf hinweg erfahrbar macht. Längst ist selbstverständlich, dass man mit tief angebrachten Dachfenstern wie bei senkrechten Fenstern nicht nur einen optimalen Lichteinfall sondern auch ungestörten Ausblick auf die Umgebung genießen kann.

Gefragt sind häufig großzügige Dachetagen: Außer dem Gefühl, ganz oben, gewissermaßen „über den Dingen“ zu leben, können Bewohner nirgendwo sonst im Haus so viel Tageslicht erleben wie unter dem Dach. Fenstersysteme für geneigte Dächer lassen Licht durchflutete und offene Räume entstehen. Zusatzelemente, die Dachfenster nach oben und unten verlängern und den Übergang von Innen nach Außen fließend erscheinen lassen, Fenster, die sich in Austritte wandeln, vielfältige, teils elektrische Verschattungs- und Sonnenschutzsysteme – um nur einige der Entwicklungen zu nennen – schaffen eine völlig andere Wohnatmosphäre.

Licht richtig einlassen

In Deutschland regelt die erwähnte DIN 5034 als anerkannte aber nicht verpflichtende Richtlinie die Tageslichtplanung. Sie zielt vorrangig auf eine psychisch und physiologisch richtige Beleuchtung. Dazu bezieht sie nicht nur den direkten Lichteinfall ein, sondern auch Lichtminderungen durch

  • Hindernisse wie Verbauungen,
  • dunkle oder helle Innenwände sowie den
  • Einfluss der Raumausstattung durch Lichtreflexion bzw. -absorption.

Sie weist zudem ausdrücklich darauf hin, dass Fenster nicht nur für Licht und Lüftung sorgen, sondern auch Sichtkontakt zur Umwelt schaffen müssen. Diese Blickachsen, die bestehende Sichtbeziehungen berücksichtigen, oder bewusst neue schaffen, sind von vergleichbarer Bedeutung wie die Belichtung selbst. Sie erst lassen den Menschen als soziales Wesen am Umweltgeschehen teilnehmen. Je anregender dieser Ausblick ist, desto positiver kann er sich auf die Gesundheit, das aktive Tun und Handeln auswirken. Der Blick auf ein Waldstück ist allemal anregender als der auf eine befahrene Straße, findet jedoch, bedingt durch fehlende Ortskenntnisse vieler Planer, oft keine Berücksichtigung bei der Ausrichtung des Gebäudes. Dachfenster erfordern zudem einen guten Ausblick nach unten. Nur dieser erlaubt den Kontakt zur Umwelt. Generell gilt: Je niedriger die Fensterunterkante, desto höher der Komfort beim Ausblick. Dafür hat die Industrie Zusatzelemente entwickelt, die Fenster nach unten verlängern.

Um Gebäude zu belichten, stehen grundsätzlich zwei Systeme zur Verfügung. Vertikal in die Fassade eingesetzte Fenster sichern den Außenbezug, haben aber besonders für tiefe Räume einen strukturellen Nachteil. Sie lassen nicht immer ausreichend Helligkeit nach Innen. Eine Belichtung von oben ist, wenn möglich, eine ideale Alternative, denn hier ist die Blendgefahr geringer, die Lichtausbeute aber bis zu dreimal höher als beim Seitenlicht. Aufgrund der geringeren Blendung und der daraus resultierenden besseren Adaptionsfähigkeit des Auges an die Leuchtdichte der Umgebung, wird die Lichtausbeute erhöht. Außerdem liegt bei Licht von oben der Anteil von diffusem und direktem Licht in einer für den Menschen angenehmen Mischung. Das erklärt, warum auch bei bedecktem Himmel in großzügig geschnittenen Dachetagen eine Stimmung aufkommt, die schönem Wetter zugeschrieben wird.

Fensteranordnung

Werden Fenster über Wand oder Dach verteilt, verbreitet sich Licht gleichmäßiger als bei einer Platzierung in den Raumecken. Bei tieferen Räumen kann die Gleichmäßigkeit der Lichtverteilung ggf. durch Fenster in gegenüberliegenden Wänden verbessert werden. Wie Fenster verteilt werden beeinflusst aber nicht nur die Ausleuchtung sondern auch das Empfinden der Nutzer.

Bei der Platzierung sind zwei weitere Grundsätze zu beachten: Die untere sichtbare Fensterkante sollte unterhalb der Augenhöhe, die obere oberhalb der Augenhöhe liegen. Häufig wird dieser eigentlich selbstverständliche Umstand bei der Planung nicht ausreichend berücksichtigt, wobei bauliche Gegebenheiten wie der Kniestock, besonders bei Umbauten im Dach, die Umsetzung erschweren. Dabei dürfte das untere Maß eines Fensters nicht höher als 95 cm (bzw. 90 cm im Schrägdach) angebracht werden. Die Oberkante ist in senkrechten Wänden bei 2,20 m angedacht, im Schrägdach mit meist niedrigeren Raumhöhen bei 2,00 m. Beim Einbau von Dachfenstern wird oft noch übersehen, was bei der Planung von Fassadenfenstern in der Regel ohne Einschränkung beachtet wird: Auch im Dach muss für sitzende Personen der Ausblick aus dem Fenster – bei einer entsprechenden Raumnutzung – gewährleistet sein. Technisch gesehen ist ein tiefer Einbau längst möglich, da in diesem Fall die Griffe von Dachfenstern oben angeordnet sind.

Lichtausbeute im Schrägdach

Für eine gute Lichtausbeute im Dach sind die überlieferten Dachformen in unterschiedlichen Neigungen gut geeignet. Denn Dachfenster in Schrägen bringen eine meist unterschätzte Lichtfülle. So ist die Lichtausbeute eines Dachfensters gegenüber gleich großen Fassadenfenstern rund 2-fach, gegenüber Gauben mehr als 3-fach höher. Aufgrund ihrer günstigen Lichtwerte können Dachfenster daher so im Raum platziert werden, wie es architektonisch für die Gebäudeansicht wünschenswert ist.

Lichteintritt und Lichtmenge sind im Dachgeschoss abhängig vom Innenfutter des Fensters: Ist es oben waagerecht und unten senkrecht konstruiert, vergrößert sich der Lichteinfall. Diese Art der Ausführung, besonders mit einem darunter liegenden Heizkörper, ermöglicht einen Luftstrom entlang der Fensterinnenseite, der die Bildung von Kondenswasser nahezu ausschließt. Wird die obere Kante des Fensters hochgezogen, gelangt wesentlich mehr Licht ins Innere als bei einer vergleichsweise gleichgroßen Verbreiterung des Fensters. Ebenso bedeutsam für die Lichtausbeute ist die Farbe des Innenfutters. Hellere Flächen reflektieren Licht stärker als dunkle. Weiße Innenfutter erhellen Räume daher zusätzlich und leuchten sie gleichmäßiger aus.

Fazit

Tageslicht steuert den Lebensrhythmus der Menschen. Die Qualität des Lichts – nicht nur des sichtbaren Anteils – fördert sein Wohlbefinden und unterstützt nachweislich Heilungsprozesse im Krankheitsfall. „Falsches“ Licht hingegen kann Krankheiten verursachen und diese verstärken. Diese Erkenntnisse fordern eine Planung, die über die bekannten Grundregeln wie „Arbeiten bei Nordlicht“ oder „Schlafen Richtung Osten“ hinaus reicht. Die Planung muss emotionale Faktoren wie die gefühlte Helligkeit oder die Wirkung des Ausblickes einbeziehen. Allein technische Anforderungen zu erfüllen reicht häufig für eine positive Wahrnehmung der Architektur durch ihre Nutzer nicht aus. Je besser die Akzeptanz von Architektur ist, desto leichter lassen sich Gebäude vermarkten und bewirtschaften. Der Einfluss von „gutem Licht“ hierauf ist vielleicht schon in naher Zukunft messbar: Inzwischen ist ein „Wohlfühlfaktor“ für Räume vorstellbar, der auch die Qualität der Lichtplanung einbezieht.

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